Der komplette Ratgeber zum Thema Matratzen 03

Welche unterschiedlichen Matratzentypen gibt es?

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Nachdem du nun ein besseres Verständnis für die Grundlagen beim Matratzenkauf hast, können wir uns die verschiedenen Typen einer Matratze anschauen. Dieser Punkt hängt sehr stark mit dem Schlafkomfort zusammen – auch wenn uns das nicht immer klar ist. Hier erfährst du außerdem:

  • Welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Matratzenarten aufweisen.
  • Für welchen Matratzentyp Allergiker sich entscheiden sollten.

Am besten verschaffst du dir mithilfe unseres kurzen Artikels einen Überblick über die wichtigsten Arten. So fällt es dir dann sicher ganz leicht herauszufinden, was du brauchst und welche Matratze für dich die Richtige ist. Dies hängt nämlich immer auch mit deinen persönlichen Vorlieben zusammen.

Federkern

Federkern

Nach wie vor erfreuen sich Federkernmatratzen großer Beliebtheit. Und das, obwohl sie es Federkernmatratzen bereits seit über 100 Jahren gibt. Im Inneren befinden sich hier Stahlfedern, die auf die Belastung reagieren und den Druck verteilen.

Auch innerhalb dieser Kategorie gibt es unterschiedliche Varianten:

  • Bei einer gewöhnlichen Federkernmatratze liegen die Federn frei und nicht getrennt voneinander.
  • Bei der Matratze mit Taschenfederkern wird jede Feder in eine eigene Materialtasche eingenäht und kann so individuell auf Belastungen reagieren.

Heute haben Federkernmatratzen sogar mehrere Lagen an Sprungfedern und bieten so auch guten Komfort bzw. Unterstützung.

Am besten geeignet für: Menschen, die sich lieber eine traditionelle Matratze mit viel Sprungkraft, Kühlung und starker Kantenstützung wünschen.

Kaltschaum

Kaltschaum Matratzen

Im Gegensatz zur Federkernmatratze bestehen Kaltschaummatratzen meist lediglich aus einer Schaumpolsterung. Heute finden sich im Inneren häufig mehrere Blöcke, die in unterschiedliche Liegezonen aufgeteilt sind.

Das verspricht bequemes Liegen in der Nacht. So lassen sich auch empfindliche Körperzonen ergonomisch korrekt stützen. Die größten Vorzüge dieses Matratzentyps sind aber der meist günstige Preis und das geringe Gewicht.

Auch hier lässt sich das Innere der Matratze unterteilen in:

  • Kaltschaum: aufgeschäumtes Polyurethan, das kalt hergestellt wird
  • Komfortschaum: Zur Herstellung wird hier eine andere Polyurethan-Rezeptur verwendet, die vor allem bei günstigen Modellen Anwendung findet

Kaltschaummatratzen sind sehr elastisch und sorgen für einen guten Feuchtigkeitsaustausch.

Am besten geeignet für: Menschen, die gerne mittelfest oder fest liegen und es nachts gerne warm haben. Dadurch, dass die eingeschlossene Luft ein wärmendes Polster bildet, liegt man hier sehr warm. Allergiker

Latex

Latex Matratzen

Wenn es dir um die bestmögliche Langlebigkeit geht, dann ist eine Latexmatratze die richtige Wahl für dich. Diese Art der Matratze besteht aus einem besonderen Latexschaum.

Zur Herstellung finden zwei Prozesse Anwendung: Dunlop und Talalay.

  • Dunlop ist die ältere Methode, wobei Latex aus dem Gummibaum gewonnen wird, der sich anschließend formen und backen lässt.
  • Bei Talalay gibt es noch zwei weitere Schritte – es werden Säulen hergestellt durch die Luft zirkulieren kann.

Besonders beliebt ist Latex aufgrund des großen Komforts, der Sprungkraft und den Kühlfähigkeiten. Allergiker werden sich über diese Art freuen, denn sie ist auf natürliche Weise hypoallergen.

Einziger Nachteil ist, dass viele Latexmatratzen sehr schwer sind.

Am besten für: Menschen, die sich im Bett Sprungkraft, Kühlung und Reaktionsfähigkeit wünschen. Allergiker!

Viscoschaum

Viscoschaum Matratzen

Matratzen mit Formgedächtnis (englisch auch Memoryfoam) haben besonders in den letzten Jahrzehnten an Beliebtheit gewonnen. Der hier verwendete Schaum passt sich über die Körpertemperatur und die ausgeübte Belastung an den Körper an.

So sorgt es für eine optimale Druckentlastung und großartige Stützung des Körpers.

Weil sich der Schaum so gut anpasst, kommt es häufig zu einer verminderten Luftzirkulation. Das wiederum führt zu erhöhten Wärmegefühlen. Neuere Modelle werden mit einer größeren zellularen Struktur gemacht, was die Kühlung beim Schlafen verbessert.

Am besten geeignet für: Menschen, die sich gute Unterstützung und Druckentlastung wünschen, sich dabei aber gerne aufgehoben und umarmt fühlen.

Gel

Gelschaum Matratzen

Diese Matratze enthält zusätzlich eine Lage Gelschaum. So bieten sie dir noch mehr Komfort und Kühlung beim Schlafen. Eigentlich handelt es sich bei dieser Matratzenart um eine Weiterentwicklung der viskoelastischen Matratze.

Während Viskoschaum jedoch abhängig von der Temperatur ist, bleibt Gelschaum temperaturneutral. So kann auch bei kühleren Temperaturen im Schlafzimmer eine hohe Anpassungsfähigkeit geboten werden.

Auch hier gibt die Matratze auf Druck nach und passt sich optimal an die Körperkontur an. Durch die punktgenaue Körperanpassung entspannen sich die Muskeln, die Wirbelsäule wird entlastet und das Gewebe besser durchblutet.

Vorsicht jedoch bei der Anwendung: Diese Matratze muss mit einem höherwertigen Lattenrost, der über enge Leistenabstände verfügt, kombiniert werden. Ansonsten kann es zu Druckstellen im Schaum kommen.

Am besten geeignet für: Menschen, die nicht zu schwer sind, nachts zum Schwitzen neigen, sich aber dennoch eine angenehme Körperanpassung wünschen. Allergiker!

Hybrid

Hybrid Matratzen

Wer schon einmal eine Matratze gekauft hat, weiß, dass die meisten Modelle nicht bloß aus einem Material bestehen. Mischformen enthalten oft unterschiedliche Kombinationen aus Latex, viskoelastische Materialien, Schaumstoff oder Sprungfedern.

In der Regel sollen so bestimmte Vorteile maximiert werden, um die beste Matratze herzustellen. Hybride Matratzen sind eine gute Option für sehr viele Menschen. Sie bieten meist besonderen Komfort und stützen den Körper bestmöglich.

Am besten geeignet für: Menschen, die sich ein bisschen von allem wünschen. Diese Matratzen bieten gute Sprungkraft, Stützung, Komfort und Kühlung.

Fazit

Was einem besonders auffällt, wenn man die verschiedenen Matratzenarten betrachtet ist, dass man nur sehr wenig falsch machen kann. Keine Sorge also, falls du immer noch nicht weißt, welche Matratze zu dir passt.

Im nächsten Kapitel des Matratzen-Guides geht es nun um die verschiedenen Liegepositionen, die beim Schlafen vorherrschen.

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